Sonstiges

Sonstiges2026-02-03T00:25:40+00:00

Übersicht und sonstige Themen

Aggression ist zunächst einmal eine ganz normale menschliche Energie: Sie kann schützen, Grenzen markieren, für Gerechtigkeit eintreten oder dir helfen, dich durchzusetzen. Und auch die darunterliegende Wut ist natürlich – sie entsteht, wenn etwas zu viel wird, wenn Grenzen überschritten werden oder wenn du dich unfair behandelt, übergangen oder ohnmächtig fühlst. Wut darf da sein. Sie ist ein Signal, kein Fehler.

Häufig ist Wut ein „Deckelgefühl“: Unter ihr liegen oft Angst, Kränkung, Verletzlichkeit, Überforderung, Hilflosigkeit oder das Gefühl, nicht gesehen oder respektiert zu werden. Manchmal hat das auch biografische Wurzeln: Wer früh gelernt hat, Gefühle zu schlucken oder ständig stark sein zu müssen, dessen Nervensystem springt später schneller in den „Kampfmodus“ – nicht, weil etwas mit dir nicht stimmt, sondern weil dein System Schutzstrategien gelernt hat.

Die gute Nachricht: Nicht die Wut muss weg, sondern der Umgang damit darf neue Wege finden. Du kannst lernen, Wut zu regulieren und zu kanalisieren, ohne sie zu unterdrücken: Frühwarnzeichen erkennen, Abstand schaffen, klare Worte statt Eskalation finden, Grenzen setzen, Bewegung oder Atem als Ventil nutzen – und vor allem die eigentlichen Bedürfnisse hinter der Wut benennen. So wird aus roher Wucht eine kraftvolle, konstruktive Energie, die dich schützt, ohne dir oder anderen zu schaden.

Albträume sind belastende Träume, die oft mit starkem Stressgefühl aufwachen lassen – manchmal mit Herzklopfen, Schweiß oder dem Eindruck, „noch mittendrin“ zu sein. Sie können einzelne Schreckensbilder enthalten oder ganze Geschichten, die Angst, Hilflosigkeit oder Bedrohung auslösen. Viele Betroffene entwickeln dadurch eine Anspannung vor dem Einschlafen oder wachen häufiger auf, weil der Körper in eine Art Alarmbereitschaft gerät.

Häufig sind Albträume ein Zeichen dafür, dass das Nervensystem gerade viel verarbeitet: Stress, Überforderung, Konflikte oder auch unverarbeitete Erfahrungen aus der Vergangenheit. Wiederkehrende Motive (Verfolgung, Fallen, Kontrollverlust) sind meist keine „Vorzeichen“, sondern Ausdruck innerer Alarmmuster. Auch Schlafmangel, Alkohol, bestimmte Medikamente oder ein unregelmäßiger Schlafrhythmus können Albträume verstärken.

Die gute Nachricht: Albträume lassen sich gut beeinflussen – und Hypnose kann dabei eine hilfreiche Ergänzung sein. In Trance lässt sich der Körper gezielt in einen Sicherheits- und Entspannungszustand führen, der das „Alarmniveau“ senkt, und es können innere Bilder aufgebaut werden, die dem Schlaf mehr Stabilität geben (z. B. ein sicherer Ort, Schutzsymbole, ein beruhigendes Einschlafritual). Außerdem kann man Albtraum-Inhalte im geschützten Rahmen sanft „umcodieren“: Der innere Film bekommt ein anderes Ende, mehr Kontrolle, mehr Ressourcen – sodass dein System lernt: Ich bin nicht ausgeliefert. Je nach Hintergrund kann Hypnose auch helfen, die dahinterliegende Belastung behutsam zu sortieren und emotional zu entlasten, damit die Nächte Schritt für Schritt ruhiger werden.

Auch das Zurückfallen in kindliche Muster, wie das Bettnässen, kann bei Erwachsenen vorkommen, auch hier häufig beispielsweise nach einschneidenden Lebensereignissen oder im Rahmen von Post-traumatischen Belastungsstörungen (PTBS). Werden keine organischen Ursachen gefunden, verhindert die Scham leider viel zu häufig eine Betrachtung der seelischen Zusammenhänge. Psychotherapie in Verbindung mit hypnoanalytischen Techniken bietet hier eine Möglichkeit die Hintergründe zu erkennen und zu beseitigen und damit sehr häufig die Symptome ebenfalls.

Das Erröten und auch die Angst vorm Erröten (Erythrophobie) sind gerade bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen nicht selten und häufig gepaart mit einer zugrundeliegenden Selbstwertproblematik. Besonders unangenehm kann das Erröten in der Öffentlichkeit sein, weil gleichzeitig noch das Gefühl von „Peinlichkeit“ entsteht, was in der weiteren Konsequenz zu einer Sozialphobie führen kann.

Das Stärken des Selbstwertes und Selbstbewusstseins mittels Hypnosetechniken sowie ein gezieltes Beeinflussen der Hautdurchblutung durch Entspannungstechniken kann hier schnell und sanft Abhilfe schaffen.

Das Nägelkauen ist bei Kindern nicht selten anzutreffen und in aller Regel zunächst nicht besorgniserregend. Aber auch Erwachsene können diese Verhaltensmuster im Laufe ihres Lebens wieder entwickeln, manchmal nach einschneidenden Lebensereignissen, manchmal nach dem Ausbrechen lang verdrängter Konflikte. Die Ursachenanalyse und –auflösung mittels Hypnosanalyse können diese Symptomatik in aller Regel schnell zum Verschwinden bringen.

Mobbing ist mehr als ein „Konflikt“ oder ein paar blöde Sprüche: Es beschreibt wiederholte, gezielte Angriffe gegen eine Person – oft über längere Zeit und häufig in einem Machtgefälle. Das kann offen passieren (Beleidigungen, Drohungen, Bloßstellen) oder subtil (Ausgrenzen, Gerüchte, Ignorieren, ständiges Kleinmachen, Informationen vorenthalten). Mobbing gibt es nicht nur in der Schule oder online, sondern sehr häufig auch am Arbeitsplatz – in Teams, gegenüber Auszubildenden, oder sogar durch Vorgesetzte (Bossing).

Gerade im Job ist es besonders belastend, weil man dem Umfeld meist regelmäßig ausgesetzt ist und berufliche Existenz, Ruf und Alltag daran hängen. Betroffene erleben oft dauerhafte Anspannung, Schlafprobleme, Grübeln, Angst vor Meetings oder bestimmten Personen, Konzentrationsabfall und das Gefühl, „ständig auf der Hut“ sein zu müssen. Dazu kommen Selbstzweifel („Vielleicht bin ich wirklich das Problem?“) – obwohl Mobbing typischerweise weniger mit Leistung zu tun hat als mit Dynamiken, Macht, Rollen und Gruppeneffekten.

Wichtig ist: Du musst das nicht allein aushalten – und es ist nicht deine Aufgabe, dich „härter“ zu machen, damit es weniger weh tut. Hilfreich kann sein, das Geschehen klar zu benennen, Grenzen zu setzen, Verbündete zu finden und Vorfälle zu dokumentieren (Datum, Situation, Zeugen, Auswirkungen). Je nach Kontext können auch Betriebsrat/Personalrat, HR, Vertrauenspersonen oder externe Beratung sinnvoll sein. Parallel lohnt es sich, die inneren Folgen (Stress, Angst, Selbstwertknick) gezielt zu stabilisieren, damit du wieder Sicherheit, Klarheit und Handlungsspielraum zurückgewinnst.

Der – manchmal zwanghafte – Hang zum Perfektionismus hat sehr häufig seine Wurzeln in der Kindheit, Wurzeln, die den Betroffenen nur sehr selten bewusst sind. Perfektionismus in extremen Ausprägungen kann in vielen Situationen, z. B. im Berufsumfeld, schon sehr störend sein. Mittels Hypnose kann hier in vielen Fällen eine Linderung der Symptomatik erreicht werden.

Allgemeines – „Prokrastination“ (chronisches Aufschiebe-Verhalten)

Wer kenn das nicht: „Mache ich später“? Jeder von uns kennt dieses Gefühl. Manchmal entspringt dieses Verhaltensmuster einer nur momentanen Bequemlichkeit, manchmal aus Furcht vor dem Energieaufwand oder der Komplexität einer Aufgabe, die fast immer, zumindest momentan, als unangenehm angesehen wird. Bei Aufgaben, die als angenehm empfunden werden, ist dieses Verhaltensmuster erheblich seltener anzutreffen.

Ab wann wird es eine Störung?

Tritt dieses Verhalten, aus einer momentaner Bequemlichkeit heraus, hin- und wieder auf ist es natürlich als „normal“ anzusehen. Nimmt dieses Verhalten allerdings überhand, kann es sich schnell zu einem chronischen Verhaltensmuster verselbstständigen und zu einer Art „Lebensphilosophie“ werden. Spätestens dann, wenn die betroffene Person es als dauerhaft nachteilig und störend ansieht, sollte man über professionelle Hilfe nachdenken um dieses problematische Verhaltensmuster zu verändern.

Was sind die Konsequenzen?

Fast immer sind die zu erledigenden Aufgaben mit einem gewissen Zeitdruck verbunden. Werden die Aufgaben immer weiter, bis kurz vor der „Deadline“, vor sich hergeschoben, endet es oft in einem immensen Stress. Entweder kann die Aufgabe überhaupt nur noch mir hohen Qualitätseinbußen oder gar nicht mehr gelöst werden (Blockade). Emotional sieht sich der Betroffene auf Dauer einem stetig wachsenden, gigantischen Berg von unerledigten Aufgaben oder Teilaufgaben ausgeliefert.

Besonders unangenehm ist es, wenn auch andere Personen direkt oder indirekt betroffen werden. Nicht selten entsteht das Image der Unzuverlässigkeit in den Augen des Umfeldes, was in privater oder auch beruflicher Hinsicht zu großen Nachteilen führen kann.

Therapie

Fast immer wird dieses Verhalten durch unbewusste Glaubenssätze gestützt („Die Aufgabe ist sehr unangenehm!“, „Das Problem ist so schwierig, ich schaffe das sowieso nicht!“, „Es kostet mich so viel Energie das Problem zu lösen.“ usw.). Mittels Hypnose und/oder Verhaltenstherapie lassen sich diese Glaubenssätze sehr effektiv verändern um dadurch das Problem der Prokrastination dauerhaft zu beseitigen und damit die Erfolgschancen in Schule, Studium, Ausbildung und Beruf deutlich zu verbessern.

Weiterführende Links

https://www.ted.com/talks/tim_urban_inside_the_mind_of_a_master_procrastinator?language=de

Rückführung bzw. Regression ist eines der Methoden um im Rahmen der Hypnoanalyse lebensgeschichtliche Ursachen für Erkrankungen, Verhalten oder Probleme aufzudecken. Manchmal möchten Klienten auch sehr gezielt in die eine oder andere Situation der Vergangenheit eintauchen und die Einzelheiten und lebendigen Details erforschen.

Gerade in diesem Bereich ist es wichtig eine Rückführung durch einen erfahrenen Therapeuten durchführen zu lassen um ggf. Retraumatisierungen zu vermeiden. Als ausgebildeter Regressionstherapeut konnte ich im Bereich der hypnotischen Regression langjährige Erfahrung sammeln.

Schuldgefühle gehören zu den menschlichsten Emotionen überhaupt: Sie zeigen, dass dir Beziehungen, Werte und Verantwortung nicht egal sind. Oft entstehen sie, wenn du glaubst, etwas „falsch“ gemacht zu haben – oder wenn du das Gefühl hast, Erwartungen nicht erfüllt zu haben. Dabei kann Schuld sehr klar und hilfreich sein (weil sie zu Wiedergutmachung, Klärung oder Veränderung motiviert) – oder sie wird diffus und fühlt sich wie ein dauerhafter innerer Druck an.

Viele Schuldgefühle haben weniger mit objektiver Schuld zu tun, sondern mit strengen inneren Maßstäben: „Ich müsste mehr leisten“, „Ich darf niemanden enttäuschen“, „Ich bin verantwortlich, dass es anderen gut geht“. Häufig liegen die Wurzeln dafür in frühen Erfahrungen: Wenn Eltern (bewusst oder unbewusst) ihre eigenen Schuld- oder Schamgefühle auf das Kind übertragen – etwa durch Vorwürfe, subtile Botschaften („wegen dir…“) oder emotionale Abhängigkeit –, lernt das Kind schnell, Verantwortung zu übernehmen, die eigentlich nicht zu ihm gehört. Diese Muster können später im Erwachsenenleben weiterlaufen, selbst wenn die ursprüngliche Situation längst vorbei ist.

Die gute Nachricht: Schuldgefühle lassen sich sortieren und entlasten. Wenn du genauer hinschaust – Was ist tatsächlich meine Verantwortung? Was ist gelerntes „Übernehmen“? Was kann ich heute realistisch beeinflussen? – wird aus dem dumpfen Druck wieder etwas, das Orientierung geben darf, ohne dich zu erdrücken. So entsteht Schritt für Schritt mehr Klarheit, Selbstmitgefühl und innere Freiheit.

Das Erlernen von Selbsthypnose macht in sehr vielen Zusammenhängen sehr viel Sinn. Die Möglichkeit jederzeit eine Tiefenentspannung hervorzurufen und das in Sekundenschnelle kann die Lebensqualität enorm erhöhen, insbesondere im einer lauten oder stressgeladenen Umgebung. Dieser „Powernap“ ist ein Werkzeug, dass es dem Klienten selber erlaubt jederzeit in Hypnose zu gehen, solange er es möchte, wo auch immer er es möchte. Im Rahmen der Behandlung einige spezifischer Erkrankungen ist das Erlernen von Selbsthypnose bereits als ein wichtiger Bestandteil enthalten.

Da in der Praxis Hypnose fast immer mit sehr tiefen Entspannungszuständen arbeitet, nehmen viele Klienten die Hypnose als einen Moment der Auszeit oder des mentalen Urlaubs wahr um die „Batterien“ für den Alltag wieder aufzuladen. Gleichzeitig kann diese Tiefenentspannung ganz ohne spezifische Suggestionen, auch innere und äußere Such- und Heilprozesse auslösen und fördern.

Überforderung fühlt sich oft an wie „zu viel auf einmal“ – im Kopf, im Körper und im Alltag. Aufgaben stapeln sich, Entscheidungen werden schwer, die Konzentration bricht weg, und selbst Kleinigkeiten können plötzlich enorm anstrengend wirken. Häufig kommen körperliche Signale dazu: innere Unruhe, Anspannung, Schlafprobleme, Gereiztheit, schnelle Erschöpfung oder das Gefühl, nie wirklich „runterzufahren“.

Überforderung entsteht nicht nur durch die Menge an Anforderungen, sondern auch durch Dauerstress und fehlende Regenerationsphasen. Wenn das Nervensystem über längere Zeit im Alarmmodus bleibt, wird die Belastungsgrenze immer niedriger: Man reagiert sensibler, grübelt mehr, fühlt sich schneller schuldig oder „nicht genug“ – und versucht dann oft noch mehr zu leisten, was den Kreislauf weiter verstärkt. Besonders tückisch wird es, wenn eigene Ansprüche sehr hoch sind oder wenn man gelernt hat, sich selbst erst dann zu erlauben zu pausieren, „wenn alles fertig ist“.

Die gute Nachricht: Überforderung lässt sich wirksam reduzieren – nicht nur durch weniger Aufgaben, sondern durch klügere Priorisierung, klare Grenzen und echte Erholung. Wenn du lernst, Signale früh zu erkennen und dein System wieder in einen stabilen Rhythmus zu bringen, entsteht Schritt für Schritt mehr Handlungsfähigkeit: Du bekommst wieder Zugriff auf Struktur, Klarheit und das Gefühl, das Leben nicht nur zu bewältigen, sondern auch wieder zu gestalten.

Siehe: → Stressmanagement / Burnout